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Pressemitteilung zur Eröffnung des Malteser Kinder- und Jugendhospizdienstes in Freiburg

15 ehrenamtliche Kinder- und Jugendhospizmitarbeiterinnen sind bereit": Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser startet in Freiburg

Die Anfragen von Eltern schwerkranker Kinder und Jugendlicher waren ausschlaggebend, für das Engagement des Malteser Hilfsdienstes e.V., einen ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst ins Leben zu rufen. Seit Juli 2010 haben sich 15 engagierte Frauen darauf vorbereitet und sind von den Maltesern zu ehrenamtlichen Kinder- und Jugendhospizmitarbeiterinnen befähigt worden, um ab dem 15. August 2011 für schwerkranke Kinder und Jugendliche und ihren Familien da-zu-sein und Entlastung im Alltag zu bieten. Im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald sowie im regionalen Einzugsgebiet des Universitätsklinikums Freiburg - Zentrum für Kinder und Jugendmedizin - gab es bisher keinen ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst für betroffene Familien.

„In den vielen Gesprächen mit Kinderärzten im stationären und niedergelassenen Bereich sowie der örtlichen Hospizgruppen im Erwachsenenbereich und weiteren Facheinrichtungen in Freiburg wurde deutlich, wie sehr eine ambulante Betreuung und Beratung für Kinder und Jugendliche und deren Familien nötig und gewünscht ist. Unser oberstes Ziel dabei ist, die Lebensqualität und Versorgung von sterbenskranken Kindern und Jugendlichen sowie deren Eltern und Geschwistern in Freiburg und auch im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald zu verbessern", berichtet Daniela Schweitzer, Diözesanreferentin für Hospizdienste beim Malteser Hilfsdienst.

„Schwerkranke Kinder brauchen vor allem Zuwendung. Zuwendung von ihren Familien und Menschen die ihnen am Herzen liegen", weiß die Kinderkrankenschwester Ulrike Kohler und ergänzt „die betroffenen Kinder sind dankbar für Ehrlichkeit, Offenheit, Aufmerksamkeit und Wärme. Wir können ihnen das Leid und den Schmerz nicht nehmen, aber versuchen ihn mitzutragen."

Foto: Malteser

Mit 15 ehrenamtlichen Kinder- und Jugendhospizmitarbeiterinnen startet der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser für Freiburg, Breisgau-Hochschwarzwald.

Die ehrenamtlichen Kinder- und Jugendhospizmitarbeiterinnen kümmern sich um die sozialen und psychischen Belange. Dazu gehört, die betroffenen Familien in ihrem Alltag zu Hause zu unterstützen, wo sie oft überlastet sind und an ihre Grenzen stoßen. Eltern haben dadurch die Möglichkeit einmal einige Stunden für sich und Geschwisterkinder zu nutzen und durchzuatmen. Die Begleiterinnen haben ein offenes Ohr für Fragen, Sorgen, Ängste, Kummer und Nöte. Sie unterstützen die Vermittlung von weiteren Hilfen in diesen schwierigen Zeiten.

Oft fallen vor allem Geschwisterkinder durch das familiäre Raster und manche wünschten sich, selbst schwer erkrankt zu sein, um die gleiche Aufmerksamkeit wie das kranke Kind zu erlangen. Darin sieht die ehrenamtliche Kinder- und Jugendhospizmitarbeiterin Petra Scharrer auch eine ihrer Aufgaben: „Den Geschwisterkindern vorlesen, spielen, singen und erzählen,

damit das Leben wieder ein bisschen bunter wird."

Um sich diesen anspruchsvollen Anforderungen gut stellen zu können, legen die Malteser großen Wert auf professionelle Vorbereitung, die dem bundesweit anerkannten „Celler Modell" entspricht. Regelmäßige Supervisionen und Fortbildungen sowie die fachliche Begleitung der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen sind ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. Dieser Dienst wird von zwei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen in Teilzeit koordiniert und ist Mitglied des in Freiburg ansässigen 'Bundesverband Kinderhospizdienst e.V.'.

Mit dem neuen ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser ergänzt sich das Netzwerk zum Wohle der schwerkranken Kinder, Jugendlichen und deren Familien. So kann ein Kind oder Jugendlicher direkt vom Krankenhaus oder niedergelassenen Kinderarzt an den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst vermittelt werden und die Zusammenarbeit mit vereinten medizinischen, pflegerischen, sozialen und psychischen Kompetenzen erfolgen. Die Arbeit dieses Hospizdienstes ist für die betroffenen Familien kostenfrei und unabhängig von Nationalität, Konfessions- und Religionszugehörigkeit.

„Geben wir gemeinsam den Familien mit einem schwerkranken Kind oder Jugendlichen in Freiburg und im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald unsere Zuwendung sowie die dringende ideelle und finanzielle Unterstützung. Zu diesem Zweck ist auch ein Förderverein in Planung.", so die Diözesanleiterin des Malteser Hilfsdienstes e.V. in der Erzdiözese Freiburg, Elisabeth Freifrau Spies von Büllesheim.

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