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Pressemitteilung des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes der Malteser im Main-Tauber-Kreis

Pressemitteilung

24. Mai 2011

Anlässlich der ersten 100 Tage des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes der Malteser im Main-Tauber-Kreis

 „Sonnenschein" feierte eine rundum gelungene Benefizveranstaltung

Der Auftritt von Oskar, gespielt von Eva-Ingeborg Scholz im Theaterstück „Oskar und die Dame in Rosa" nach dem Buch von Éric-Emmanuel Schmitt, war der Höhepunkt der Benefizveranstaltung des Malteser Hilfsdienstes e.V. am Samstag in der Balbachhalle in Unterbalbach. Das Theaterstück rundete den Tag mit Büchertisch, Informationen zum Dienst, die Bastel- und Schminkaktion für Kinder und einer großen gespendeten Kuchenauswahl ab.

Liebevoll erklärt die Dame in Rosa dem 10jährigen krebskranken Jungen das komische Verhalten seines nächsten Umfelds. Sie erklärt ihm, dass seine Eltern und Mitmenschen keine Angst vor ihm haben, sondern dass sie Angst vor der Krankheit haben. Oskar besteht darauf, dass die Krankheit zu ihm gehört und dass sich seine Eltern nicht anders benehmen sollen, nur weil er krank ist.

„Diese Inhalte des Theaterstücks sind den zehn ehrenamtlichen Kinder- und Jugend-hospizmitarbeiterinnen des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes „Sonnenschein" der Malteser von ihrem Vorbereitungskurs für den Dienst wie auch aus ihrer 100 tägigen Praxis vertraut", erklärte Daniela Schweitzer, Diözesanreferentin für Palliativ- und Hospizarbeit beim Malteser Hilfsdienst. Sie leitete den Kurs zur Befähigung der Ehrenamtlichen.

„Wir Ehrenamtlichen kennen die Fragen und können, ähnlich wie die Dame in Rosa, Orientierung geben auf diesem unsicheren Terrain", meint Cäcilia Düll, die ehrenamtliche Koordinatorin des Kinder- und Jugendhospizdienst „Sonnenschein". Dabei richtet sich die Hilfe und Entlastung ganz nach den Bedürfnissen der Familie. Direkt am Wohnort und im Alltag helfen die Ehrenamtlichen den Geschwisterkindern, sind Ansprechpartnerinnen für die Eltern, sprechen oder spielen mit dem jungen Patienten. Dieser Dienst ist kostenlos und unabhängig von Konfession, Religion und Nationalität.

Aber auch in Fragen zur Schmerztherapie, zu Pflegeangeboten und zu Formalitäten bietet die pädiatrische Palliativbetreuung im Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim in Kooperation mit dem Malteser Hilfsdienst e.V. den Familien Hilfe an. Elsbeth Kiesel arbeitet an dieser Stelle eng mit den ehrenamtlichen Kinder- und Jugendhospizmitarbeiterinnen zusammen.

„Die Malteser Hospizarbeit und Palliativmedizin knüpft an die Tradition des Malteserordens als erster Krankenpflegeorden im 11. Jahrhundert an. Dem Herrn zu dienen hieß dem Kranken zu dienen und so sprach man von den Herren Kranken. Leider sind die Herren Kranken auch manchmal Kinder. Es geht darum das Leben, auch in dieser schwierigen Situation, gut zu gestalten und zu begleiten bis zum Sterben", so der stellvertretende Diözesanleiter des Malteser Hilfsdienstes e.V. in der Erzdiözese Freiburg, Dominicus Freiherr von Mentzingen in seiner Ansprache. „Gerade weil die ehrenamtlichen Kinder- und Jugendhospizmitarbeiterinnen in ihrer freien Zeit die schwerkranken Kinder und ihre Familien begleiten, hoffen wir, dass Spenden den Ehrenamtlichen den Rücken freihalten von Verwaltungsaufgaben, Koordination, Telefondienst und Organisation und sie sich so noch mehr den Familien zuwenden können".

Foto:

Eva-Ingeborg Scholz als „Dame in Rosa" inmitten der ehrenamtlichen Kinder- und Jugend-hospizhelferinnen mit dem stellvertretenden Diözesanleiter des Malteser Hilfsdienstes e. V.

in der Erzdiözese Freiburg, Dominicus Freiherr von Mentzingen und Daniela Schweitzer, Diözesanreferentin für Palliativ- und Hospizarbeit beim Malteser Hilfsdienst.

(Foto: Malteser Hilfsdienst)

 


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