Aktuelles
Projekt „Ausbau der ambulanten Kinder- und Jugendhospizarbeit in Baden-Württtemberg" geht am 10. Februar 2010, dem 5. Tag der Kinderhospizarbeit, erfolgreich ins 2. Jahr
Vor einem Jahr startete dieses Projekt der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg das in Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Baden-Württemberg realisiert wird. Das Projekt soll unseren Kindern, Jugendlichen und deren Familien im Land, so wie es im Erwachsenenbereich seit rund 3 Jahrzehnten durch die Hospiz-Bewegung in Deutschland und in Baden-Württemberg gewährleistet wird, kompetente Hilfestellung geben.
In Deutschland leben 22.600 Kinder und Jugendliche mit einer verkürzten Lebenserwartung, etwa 3.000 davon in Baden-Württemberg. Für Sie und ihre Familien will das dreijährige Projekt „Ausbau der ambulanten Kinder- und Jugendhospizarbeit in Baden-Württemberg" wohnortnahe Strukturen schaffen, die die Betroffenen zuhause begleiten, entlasten und in allen Belangen rund um Leben, Sterben, Tod und Trauer kompetent unterstützen.
Die ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienste (AKHD) arbeiten mit speziell für Kinder und Familien qualifizierten Ehrenamtlichen kostenlos, interkulturell und interreligiös. Sie kommen auf Wunsch in die Familien und entlasten diese im Alltag nach deren Bedürfnissen. Die AKHD und ihre Ehrenamtlichen arbeiten immer vernetzt mit den medizinischen, pflegerischen und sonstigen in der Familie tätigen Einrichtungen und Personen zusammen.
Stand heute gibt es in Baden-Württemberg 19 AKHD (www.kinderhospizarbeit-bw.de). Um allen Familien eine wohnortnahe Versorgung anbieten zu können, sollen ca. 20 weitere Dienste gegründet werden. Momentan sind weitere AKHD in den Landkreisen Reutlingen, Tübingen, Bodensee/Oberschwaben, Emmendingen, Main-Tauber-Kreis, Göppingen, Heidenheim, Mosbach und Balingen in Planung bzw. im Aufbau.
Die Ziele des Projektes sind u. a. auch die Bekanntmachung der Kinder- und Jugendhospizarbeit in der Öffentlichkeit und die Solidarisierung der Gesellschaft mit den Betroffenen. Da sich die AKHD zu etwa 50 % durch Spendenmittel finanzieren müssen (die andere Hälfte wird durch Mittel der Krankenkassen nach $ 39a SGB V SAPPV „Spezielle ambulante palliative pädiatrische Versorgung" gedeckt), hoffen die AKHD in ihrer Region auf praktische und finanzielle Unterstützung.
Am Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar veranstalten unsere Unterstützer Baden-Württemberg-weit und auch bundesweit Aktionen für die Öffentlichkeit und zur Finanzierung dieser so bedeutenden ehrenamtlichen Arbeit. (www.hospiz-bw.de, www.deutscher-kinderhospizverein.de)
Von den 250 Hospizeinrichtungen im Land vertritt die LAG Hospiz BW 150 Gruppen, stationäre Einrichtungen und Organisationen mit insgesamt ca. 150 Hauptamtlichen und ca. 3.000 Ehrenamtlichen.
Ihre Ansprechpartner sind:
Birgit Slave Bernhard Bayer
Projektmanagerin Projektleiter
Tel. 0162 44 66 7 88 07142 7761 56
birgit.slave@hospiz-bw.de bernhard.bayer@hospiz-bw.de) ) [7] => Array ( [idcatside] => 46 [idside] => 46 [idcat] => 8 [idsidelang] => 46 [idlang] => 1 [title] => Kurzbericht 3. Kinderhospizforum in Essen [side_created] => 1254902967 [side_lastmodified] => 1254931498 [summary] => [description] => [author_nick] => admin [author_vname] => CMS [author_nname] => Sefrengo [author_email] => Sefrengo CMS [side_author] => 1 [side_is_start] => 0 [url_to_artikel] => aktuelles/aktuelles-archiv/kurzbericht-3.-kinderhospizforum-in-essen.html [url_to_cat] => aktuelles/aktuelles-archiv/ [cat_name] => Aktuelles Archiv [side_name] => Kurzbericht 3. Kinderhospizforum in Essen [] => Array ( [count] => 4 [contid] => Array ( [0] => 21 [1] => 21 [2] => 21 [3] => 21 ) [tagid] => Array ( [0] => 0 [1] => 0 [2] => 0 [3] => 0 ) [reapid] => Array ( [0] => 1 [1] => 2 [2] => 3 [3] => 4 ) [absid] => Array ( [0] => 21,0,1 [1] => 21,0,2 [2] => 21,0,3 [3] => 21,0,4 ) ) [date] => Array ( [count] => 2 [contid] => Array ( [0] => 21 ) [tagid] => Array ( [0] => 1 ) [reapid] => Array ( [0] => 1 ) [absid] => Array ( [0] => 21,1,1 ) [0] => 07. 10. 2009 ) [no_resource] => Array ( [1] => 1254909600 ) [text] => Array ( [count] => 1 [contid] => Array ( [0] => 21 ) [tagid] => Array ( [0] => 1 ) [reapid] => Array ( [0] => 1 ) [absid] => Array ( [0] => 21,1,1 ) [0] => Kurzbericht zum 3. Kinderhospizforum in Essen ) [img] => Array ( [count] => 3 [contid] => Array ( [0] => 21 [1] => 21 [2] => 21 ) [tagid] => Array ( [0] => 1 [1] => 1 [2] => 1 ) [reapid] => Array ( [0] => 2 [1] => 3 [2] => 4 ) [absid] => Array ( [0] => 21,1,2 [1] => 21,1,3 [2] => 21,1,4 ) [0] =>
Projekt „Ausbau der ambulanten Kinder- und Jugendhospizarbeit in Baden-Württemberg" der Stiftung Kinderland beim 3. Kinderhospizforum des Deutschen Kinderhospizvereins in Essen vorgestellt.
Die Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Baden-Württemberg nahm mit einem Projekt-Informationsstand am ausgebuchten 3. Kinderhospizforum in Essen teil, der großes Interesse bei den fachkundigen 500 Besuchern aus dem In- und Ausland fand.
Bernhard Bayer, Projektleiter und Birgit Slave, Projektmanagerin präsentierten Baden-Württemberg in der deutschen Hospizlandschaft mit dem bisher einmaligen Projekt der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg „Ausbau der ambulanten Kinder- und Jugendhospizarbeit in Baden-Württemberg". Lehrer, Professoren, Betroffene, Pfleger, Koordinatoren, Ehrenamtliche und Mitarbeiter verschiedenster Organisationen aus allen Bundesländern und aus angrenzenden Staaten informierten sich über das Projekt und suchten das fachliche Gespräch. [1] =>Das Projekt „Ausbau der ambulanten Kinder- und Jugendhospizarbeit in Baden-Württemberg" ist in dieser Form in Deutschland einmalig. In einem Zeitraum von drei Jahren sollen Familien in jeder Region in Baden-Württemberg einen ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst vorfinden. Dort entlasten qualifizierte Ehrenamtliche Familien mit einem lebensverkürzend erkrankten Kind oder Elternteil, meist über lange Zeit. Sie sind Ansprechpartner und Begleiter für das betroffene Kind/Jugendlichen, die Eltern, Geschwister und weitere Angehörige.
Die Familienbegleiter kommen auf Wunsch, haben Zeit, hören zu, spielen, übernehmen Fahrdienste, basteln, und bieten allen Beteiligten Gespräche an zu den Themen Leben, Sterben, Tod und Trauer. Sie sind auf Wunsch auch über den Tod hinaus noch einige Zeit da und kommen immer kostenlos.Die Stiftung Kinderland Baden-Württemberg hat das Programm ins Leben gerufen und ermöglicht u. a. die Erstellung eines Ausbildungscurriculums für ehrenamtliche Familienbegleiter, die Qualifizierung der Kursleiter für die Ehrenamtlichen-Kurse, die Vernetzung der Kinder- und Jugendhospizarbeit in allen Regionen, die Vernetzung aller pädiatrisch° palliativ° arbeitenden Organisationen, ein Ausbildungscurriculum für ehrenamtliche Trauerbegleiter von Kindern- und Jugendlichen, sowie die Ausbildung von Kursleitern für diese Trauerbegleiter-qualifizierung. Die LAG Hospiz Baden-Württemberg betreut das Programm inhaltlich und organisatorisch.
[2] =>
Bisher gibt es in Baden-Württemberg 17 ambulante Kinder- und Jugendhospizdienste, bis 2012 soll sich diese Zahl auf etwa 30 - 35 ambulante Dienste erhöhen. Ziel ist, dass jede von schwerer Krankheit, Sterben und Tod betroffene Familie innerhalb einer Distanz von etwa 50 km Zugang zu kompetenter psychosozialer Familien- und Trauerbegleitung hat.
Das einzigarte Projekt zum Ausbau der ambulanten Kinder- und Jugendhospizarbeit in Baden-Württemberg wurde absolut positiv beurteilt und findet hoffentlich bald in anderen Bundesländern Nachahmer, damit alle Familien in Deutschland, in denen Sterben, Tod und Trauer Realität sind, in ihrem Leben unterstützt werden können.°Pädiatrie= Kinderheilkunde
°palliativ= ganzheitliche Betreuung sterbender und lebensbegrenzend Erkrankter ) ) [8] => Array ( [idcatside] => 44 [idside] => 44 [idcat] => 8 [idsidelang] => 44 [idlang] => 1 [title] => Jetzt starten die Kurse zur Qualifizierung von Ehrenamtlichen [side_created] => 1252499255 [side_lastmodified] => 1252500986 [summary] => [description] => [author_nick] => redakteur2 [author_vname] => [author_nname] => [author_email] => [side_author] => 5 [side_is_start] => 0 [url_to_artikel] => aktuelles/aktuelles-archiv/jetzt-starten-die-kurse-zur-qualifizierung-von-ehrenamtlichen.html [url_to_cat] => aktuelles/aktuelles-archiv/ [cat_name] => Aktuelles Archiv [side_name] => Jetzt starten die Kurse zur Qualifizierung von Ehrenamtlichen [] => Array ( [count] => 2 [contid] => Array ( [0] => 21 [1] => 21 ) [tagid] => Array ( [0] => 0 [1] => 0 ) [reapid] => Array ( [0] => 1 [1] => 2 ) [absid] => Array ( [0] => 21,0,1 [1] => 21,0,2 ) ) [date] => Array ( [count] => 2 [contid] => Array ( [0] => 21 ) [tagid] => Array ( [0] => 1 ) [reapid] => Array ( [0] => 1 ) [absid] => Array ( [0] => 21,1,1 ) [0] => 31. 07. 2009 ) [no_resource] => Array ( [1] => 1249034400 ) [text] => Array ( [count] => 1 [contid] => Array ( [0] => 21 ) [tagid] => Array ( [0] => 1 ) [reapid] => Array ( [0] => 1 ) [absid] => Array ( [0] => 21,1,1 ) [0] => Jetzt starten die Kurse zur Qualifizierung von Ehrenamtlichen ) [wysiwyg2] => Array ( [count] => 1 [contid] => Array ( [0] => 21 ) [tagid] => Array ( [0] => 2 ) [reapid] => Array ( [0] => 2 ) [absid] => Array ( [0] => 21,2,2 ) [0] =>
Curriculum für die Qualifizierung Ehrenamtlicher
Die Steuerungsgruppe hat beschlossen - in Anlehnung an die langjährigen Erfahrungen, die in der Erwachsenenhospizarbeit gemacht wurden - zwei unterschiedliche Angebote zu realisieren:
- Entwicklung eines Curriculums, das vor Ort mit der Hilfe von Referenten umgesetzt werden kann und sowohl geeignet ist als Basisqualifikation für EA, die noch keine Qualifizierung als Hospizhelferin haben, wie auch als Zusatzqualifikation für diejenigen, die bereits für die Erwachsenenhospizarbeit geschult wurden.
- Das Angebot einer Kursleiterschulung für ein didaktisch voll ausgearbeitetes Schulungskonzept für die Kinder- und Jugendhospizarbeit. Diese Schulung über zwei Wochen versetzt die TN in die Lage, selbstständig vor Ort eine qualifizierte Schulung von EA umzusetzen, ohne auf externe ReferentInnen zurückgreifen zu müssen. Dies macht die Dienste unabhängiger und flexibler in der Planung von Kursen für EA.
Die beiden Curricula (Basis - und Zusatzschulung) zur Qualifizierung der ehrenamtlichen ambulanten KinderhospizmitarbeiterInnen in BW sind vom AK Qualifizierung zusammen mit der Elisabeth-Kübler- Ross-Akademie im Hospiz Stuttgart (EKRA) erarbeitet worden. Im Nov. 2009 und im Sep. 2010 wird es jeweils einen Intensiv-Workshop bei der EKRA in Stuttgart geben, mit dem zukünftige KursleiterInnen befähigt werden, eine eigene Ehrenamtlichen-Ausbildung mit Hilfe von Referenten von Außen anzubieten.
Im Jan und Apr 2010 bieten wir in Kooperation mit den Maltesern, die als einzige in Deutschland dieses Kurskonzept vermitteln können, speziell für TN aus Baden-Württemberg in der Akademie in Bad Boll eine Qualifizierung von KursleiterInnen anhand des „Celler Modells" an, ein bestens bewährtes Kurskonzept, das für die Bedürfnisse der Schulung EA in der Kinder- und Jugendhospizarbeit überarbeitet wurde.
) ) [9] => Array ( [idcatside] => 24 [idside] => 24 [idcat] => 8 [idsidelang] => 24 [idlang] => 1 [title] => 320.000 Euro für die ambulante Kinderhospizarbeit [side_created] => 1233926848 [side_lastmodified] => 1252498009 [summary] => [description] => [author_nick] => redakteur2 [author_vname] => [author_nname] => [author_email] => [side_author] => 5 [side_is_start] => 0 [url_to_artikel] => aktuelles/aktuelles-archiv/320.000-euro-fuer-die-ambulante-kinderhospizarbeit.html [url_to_cat] => aktuelles/aktuelles-archiv/ [cat_name] => Aktuelles Archiv [side_name] => 320.000 Euro für die ambulante Kinderhospizarbeit [] => Array ( [count] => 3 [contid] => Array ( [0] => 21 [1] => 21 [2] => 21 ) [tagid] => Array ( [0] => 0 [1] => 0 [2] => 0 ) [reapid] => Array ( [0] => 1 [1] => 2 [2] => 3 ) [absid] => Array ( [0] => 21,0,1 [1] => 21,0,2 [2] => 21,0,3 ) ) [date] => Array ( [count] => 2 [contid] => Array ( [0] => 21 ) [tagid] => Array ( [0] => 1 ) [reapid] => Array ( [0] => 1 ) [absid] => Array ( [0] => 21,1,1 ) [0] => 10. 02. 2009 ) [no_resource] => Array ( [1] => 1234263600 ) [text] => Array ( [count] => 1 [contid] => Array ( [0] => 21 ) [tagid] => Array ( [0] => 1 ) [reapid] => Array ( [0] => 1 ) [absid] => Array ( [0] => 21,1,1 ) [0] => 320.000 Euro für die ambulante Kinderhospizarbeit ) [wysiwyg2] => Array ( [count] => 1 [contid] => Array ( [0] => 21 ) [tagid] => Array ( [0] => 2 ) [reapid] => Array ( [0] => 3 ) [absid] => Array ( [0] => 21,2,3 ) [0] => Kinder und Jugendhospizarbeit ist ein wichtiger und unverzichtbarer Teil der Hospizarbeit. 1982 entstand in Großbritannien das weltweit erste Kinderhospiz, ab 1990 setzte sich das Konzept auch in Deutschland durch. Jetzt investiert die Stiftung Kinderland Baden-Württemberg in den Ausbau der ambulanten Kinderhospizdienste im Land. Die Stiftung kommt mit diesem Schritt ihrem Auftrag nach, Impulse für ein kinder- und familienfreundliches Baden-Württemberg zu setzen.Wenn ein Kind unheilbar erkrankt, wird das Familiengefüge in seinen Grundfesten erschüttert. Die Angehörigen leiden ebenso wie alle Menschen, die der betroffenen Familie nahe stehen. Die Folgen sind oft gravierend: Die Beziehung der Eltern zu einander wird belastet; die Geschwisterkinder fühlen sich vernachlässigt; Freunde und Verwandte ziehen sich zurück, weil die Familie ihre gesamte Kraft in die Pflege des kranken Kindes investiert.
Vor diesem Hintergrund ist die Arbeit der Kinderhospizdienste von unschätzbarem Wert: Neben der Beratung sowie der psychosozialen und spirituellen Begleitung bieten sie den Angehörigen die Möglichkeit, sich zu erholen und die Kraft zu finden, den schweren Weg gemeinsam zu gehen. Kinderhospizdienste begleiten die betrof-fenen Familien noch für einige Zeit über den Tod ihres Kindes hinaus. Sie bieten auch bei so genannten „Akut-Ereignissen", beispielsweise dem plötzlichen Kindstod, einem Unfall oder Suizid bei Kindern und Jugendlichen ihre Unterstützung an. Dar-über hinaus begleiten sie junge Menschen, wenn diese den Tod eines nahe stehen-den Menschen verwinden müssen.
„Die Begleitung sterbender Kinder stellt an die Hospizbewegung ganz besondere Anforderungen", betonte Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz. „Eltern, die das große Glück haben, das Heranwachsen ihrer Kinder miterleben zu dürfen, können nur erahnen, welche Belastung die Begleitung eines sterbenden Kindes mit sich bringt." Denjenigen, die sich in dieser Situation der betroffenen Kinder und ihrer Familien annehmen, sei sie ganz besonders dankbar. Stolz sagte: „Ihr Dienst ist von unschätzbarem Wert." Umso mehr freue sie sich, dass es gelungen ist, „dieses wichtige Projekt auf den Weg zu bringen."
„Den Sterbeprozess eines geliebten Menschen miterleben zu müssen, ist eine höchst schmerzhafte und bedrückende Erfahrung. Noch schlimmer ist es aber, wenn es sich dabei um ein Kind handelt, das doch eigentlich noch das ganze Leben vor sich haben sollte", sagte Herbert Moser, Geschäftsführer der Stiftung Kinderland, anlässlich der Auftaktveranstaltung am 10. Februar. „In solchen Augenblicken erklärt sich der Satz ‚Das Leben ist ein Geschenk' wohl am deutlichsten. Mit diesem Projekt möchten wir erreichen, dass todkranken Kindern und ihren Eltern in der gemeinsamen Zeit, die ihnen verbleibt, so viel Leben wie möglich zuteil wird."
Bundesweit gibt es aktuell acht stationäre Kinderhospize. Nach Angaben des Deutschen Kinderhospizvereins (DKHV) ist diese Zahl zurzeit ausreichend, zumal weitere vier stationäre Hospize in Planung sind. Weil die betroffenen Kinder im Verlauf der Erkrankung die meiste Zeit zu Hause verbringen und dort versorgt und unterstützt werden müssen, ist die Zahl der ambulanten Kinderhospizdienste wesentlich höher und muss weiter wachsen: Deutschlandweit nehmen derzeit 61 ambulante Hospizdienste diese Aufgaben wahr, allein 17 davon in Baden-Württemberg.
Im Juli 2008 beschloss der Stiftungsrat der Stiftung Kinderland, den Ausbau der ambulanten Kinder- und Jugendhospizarbeit in Baden-Württemberg zu unterstützen. Hierfür werden 320.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Baden-Württemberg (LAG Hospiz BW) setzt das Projekt, das am 10. Februar 2009 in Stuttgart vorgestellt wird, um. Der 10. Februar wird deutschlandweit als „Tag der Kinderhospizarbeit" begangen.
Im Rahmen der auf drei Jahre angesetzten Maßnahme soll das Netz an ambulanten Kinderhospizdiensten flächendeckend ausgebaut und die Vernetzung der pädiat-risch-palliativen Angebote vorangetrieben werden. Zudem wird ein Curriculum zur Schulung von Kursleitern erstellt und umgesetzt. Die Kursleiter sollen anschließend Ehrenamtliche für die Kinderhospizarbeit qualifizieren. Des Weiteren sollen im Rahmen eines Qualifizierungskurses Multiplikatoren geschult werden, die landesweit die Hospizdienste bei der Einrichtung von Trauerbeleitungsangeboten für Kinder und Jugendliche beraten und Trauerbegleiter schulen.
„Betroffene Familien brauchen zuverlässige und qualifizierte Begleiter, die sie zu Hause in ihrem Alltag unterstützen. Dabei darf es keine Rolle spielen, ob zufällig ein solcher Dienst in der Nähe ist. Daher muss dieses Netz im Lande ausgebaut werde"', erklärt Bernhard Bayer, Vorsitzender der LAG Hospiz BW.
- 30. 04. 2010
- Kinderhospizdienst AMALIE in Weingarten hat eröffnet
- 24. 03. 2010
- Jahresbericht 2009
- 07. 10. 2009
- Kurzbericht zum 3. Kinderhospizforum in Essen
- 10. 02. 2009
- 320.000 Euro für die ambulante Kinderhospizarbeit


